Lymphome

Lymphome sind Krebserkrankungen des Immunsystems. Die Zellen des Immunsystems befinden sich vor allem in den Lymphknoten, den Mandeln und der Milz, aber auch in Blut, Knochenmark und Thymus. Da sie über den Blutstrom und die Lymphbahnen im gesamten Körper verteilt werden, ist es verständlich, dass Lymphome in jedem Organ entstehen können.

Die Ursache eines Lymphoms bleibt meist ungeklärt. Eine besondere Neigung zur Entwicklung dieser Tumoren zeigen Patienten mit vorbestehenden Immundefekten. Diese können z.B. durch eine Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus oder durch die langfristige Einnahme immunsupprimierender Medikamente bedingt sein, z.B. nach einer Nieren- oder Lebertransplantation. Bei dieser Art von Lymphomen scheinen bestimmte Viren, insbesondere das vom Pfeifferschen Drüsenfieber bekannte Epstein-Barr-Virus, eine Schrittmacherfunktion auszuüben.

Je nach dem Typ der lymphatischen Ursprungszelle, der Art der entstehenden Krebszelle, den begünstigenden Rahmenbedingungen und dem Verlauf werden zahlreiche Lymphom-Unterformen unterschieden, die in verschiedenen Klassifikationssystemen geordnet wurden. Die meisten Klassifikationssysteme unterscheiden nach der Ursprungszelle T-Zell-Lymphome von B-Zell-Lymphomen. Nach dem Verlauf werden indolente Lymphome mit chronischem Verlauf (früher auch als niedrig maligne bezeichnet) aggressiven (hoch malignen) Lymphomen mit raschem Verlauf gegenübergestellt. Eine Sonderform eines aggressiven B-Zell-Lymphoms stellt das Hodgkin-Lymphom dar, das bereits Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieben wurde und durch einen charakteristischen Zelltyp gekennzeichnet ist. Je nach Vorhandensein dieses Zelltyps werden die Lymphome prinzipiell in Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome eingeteilt.

Unabhängig von ihrer genauen Zuordnung manifestieren sich Lymphome sehr oft als Schwellung eines Lymphknotens oder Auftreibung eines anderen Organs. Viele Patienten leiden gleichzeitig unter ähnlichen Beschwerden wie bei einer Infektionskrankheit, wie etwa Fieber, nächtlichem Schwitzen oder einer Gewichtsabnahme. Zur genauen Diagnose ist die Entnahme einer Gewebeprobe notwendig. Anschließend muss das Ausbreitungsstadium des Lymphoms festgelegt werden. Neben einer eingehenden körperlichen Untersuchung werden hierzu Röntgenuntersuchungen von Bauch und Brustkorb sowie Gewebeentnahmen aus dem Knochenmark und anderen Organen durchgeführt. Da Lymphome – anders als Leukämien – an umschriebener Stelle lokalisiert auftreten können, wird zur Behandlung in einigen Fällen neben der Chemotherapie auch die Strahlentherapie eingesetzt.

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